Upcycling-Taschen

Im Farbenmix-Adventskalender war dieses Jahr wieder eine tolle Tasche, PacksEin. Die habe ich mir genäht, sie besteht (bis auf Bügeleinlage und den Reißverschluss der Innentasche) nur aus aursrangierter Kleidung. Ich habe zwei Hemden und eine Jeans zerschnippelt. Die Schnittteile haben zum Glück immer ganz gut gepasst, ich musste wenig stückeln. Ich habe mich dazu entschieden, nur den Tunnelzug an die Erweiterung zu nähen, außen habe ich ihn weggelassen. Er besteht übrigens aus den Knopfleisten, das sind ja schon fertige Tunnel. Die Innentasche habe ich entgegen der Anleitung mit einem Reißverschluss versehen, als Einstecktasche habe ich dann eine der Brusttaschen aufgenäht. Leider habe ich versäumt, ein Bild zu machen mit gefüllter Tasche, es passt wirklich massig viel rein. Hier habe ich für den Schultergurt Bundfix-Bügeleinlage verwendet, für Hosenbunde ist mir das viel zu steif und man kann es praktischerweise ganz simpel falten, ohne es akkurat bügeln zu müssen. Das werde ich jetzt öfter für die Gurte verwenden. Das zweite Bild zeigt übrigens den Blick ins Innere auf die Erweiterung mit dem Tunnelzug, als Band habe ich ürigens die Knopflochleisten zusammengenäht und der Stopper ist ein Stück Manschette. Mehr Bilder habe ich leider vorerst nicht, die Tasche lässt sich nur gut bei Tageslicht fotografieren, und Zeit mit Tageslicht war die letzte Zeit ziemlich rar. Alles in Allem gefällt mir die Tasche sehr gut, sie ist schnell genäht und superpraktisch.

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Außerdem habe ich aus einem weiteren Hemd einen einfachen Einkaufsbeutel genäht, nach Augenmaß zugeschnitten und diesmal mit französischen Nähten gearbeitet, damit es auch von Innen sauber aussieht. Der Lange Träger war mal die Knopfleiste, innen habe ich die Brusttasche als kleine Einstecktasche aufgenäht.

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Verlinkt beim RUMS

Wintermantel SAL Teil 3

Das Thema beim dritten Treffen des Mantel Sew-a-longs lautet:

Fortschritt – Brauche ich Schulterpolster?

Die Oberstoffteile habe ich fast alle zusammengenäht. Die Passform an sich ist gut, allerdings werde ich ein dünneres als das Steppfutter nehmen, der Mantel wird sonst zu eng. Die kurze Variante war mir dafür, daß der Mantel unten so weit auseinander geht, zu kurz. Darum habe ich ihn noch um 12 cm verlänger, die Teile habe ich gerade so noch aus den letzten Resten herausbekommen. Ich habe sie Stoß an Stoß mit Zickzack verbunden und über die Naht ein dunkelbraunes Satinband genäht, davon habe ich noch ein schmaleres, das an die Ärmel kommen soll.
Größeres Kopfzerbrechen macht mir allerdings die Ärmel-/Schulterpartie:
Auf der Schulter habe ich durch die vielen und auch teils dicken Nahtzugaben (das Vorderteil ist mit Volumenvlies bebügelt, weil ich ja ursprünglich das dicke Futter nehmen wollte) ziemliche Beulen, wie ich das ausgleichen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Ich traue mich auch nicht wirklich, die Nahtzugaben wegzuschneiden, im Moment experimentiere ich noch mit verschieden dicken Streifen, die ich da hinstecke, wo nicht so dicke Knubbel sind. Alles suboptimal.
Die Ärmel muss man oben sehr stark einhalten, so sieht das ganze ziemlich nach Puffärmel aus, das gefällt mir garnicht, auf den Fotos fällt das irgendwie garnicht so stark auf. Ich habe auch das Gefühl, daß die Ärmelansatznaht zu weit außen liegt. Schulterpolster müssen wohl irgendwie da rein, denke ich. Die Anleitung sieht eigentlich keine vor und ich mag eigentlich auch keine, aber irgendwie muss der Mantel ja tragbar werden. Ich hoffe, ich finde da noch eine Lösung.

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Wintermantel Sew-a-long Teil 2

Ich habe beschlossen, dass ich für dieses Jahr dringend einen neuen Wintermantel benötige. Passenderweise findet gerade auf dem MeMadeMittwoch ein Wintermantel-Sew-a-long statt, hier geselle ich mich nun zum zweiten Treffen dazu.

Thema: Stoff und Schnitt – Die Entscheidung

Beim Oberstoff musste ich mich nicht groß entscheiden, ich habe mir letztes Jahr einen petrolfarbenen Wollmischstoff gekauft, den ich gerne dafür verwenden will. Die Farbe lässt sich irgendwie auf keinem Foto gut abbilden. Auf der Suche nach einem gesteppten Futter bin ich bei Alfatex über dieses Futter gestolpert, ich denke farblich passt es. Ich hätte gerne ein graues Futter gehabt, aber da habe ich bisher nirgendwo das richtige gefunden.

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Bei Schnitt habe ich etwas länger gebraucht, ich wollte gerne etwas tailliertes, was nach unten schön ausgestellt ist. Die meisten Modelle, die ich im Netz gefunden habe, waren mir unten nicht weit genug, am Schluss bin ich beim Schnitt McCalls 6800 hängen geblieben. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass ich den Schnitt noch überall auf Normalgröße bringen muss, da ich bei „petite“ von Kurzgrößen ausgegangen bin. Es sind aber einfach nur überall Linien eingezeichnet, an denen man den Schnitt faltet, um so „petite“ zu erhalten. Ich habe ewig lange gebraucht, um mich zwischen Variante A und C zu entscheiden. Nun werde ich Variante A nähen und wenn der Mantel gut sitzt, will ich mir vielleicht irgendwann noch einen Mantel in Variante C nähen.

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Mittlerweile habe ich den Schnitt abgepaust und den Oberstoff schon zugeschnitten. Weniger als die angegebenen 3 m hätten vermutlich nicht gereicht. Die Passzeichen muss ich alle noch übertragen, dann kann es mit dem Nähen losgehen.

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Arbeitshose

Die Hosen, die wir bei uns an der Arbeit haben, passen mir leider überhaupt nicht. Darum will mich mir ein paar eigene nähen. Den Anfang macht hier ein Exemplar aus festem Köper. Der Grundschnitt ist auch hier wieder Ginger, allerdings musste ich sie etwas abändern, da der Stoff nicht dehnbar ist. Für die nächste Hose werde ich aber wohl einen Stoff mit Elasthan verwenden, so sind sie doch etwas bequemer.

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Ginger Flares

Nachdem ich ehrlich gesagt genug von der Anpasserei meines selbsterstellten Hosenschnittes hatte, bin ich über die Ginger Jeans von Closet Case Files gestolpert, die es jetzt auch als Schlaghosen-Variante gibt. Ich habe bisher über den Schnitt sehr vieles und nur positives gelesen, aber die Röhren- bzw. Skinny-Variante ist überhaupt nicht mein Fall. Mit dem Schlag gefällt sie mir total gut. Ich muss sagen, das ist tatsächlich die am besten passende Hose, die ich mir je genäht habe. Ich habe Variante A mit normal hohem Bund und bequemer Passform genäht. Das erste Mal habe ich auch mit dickem Ziergarn abgesteppt, das macht echt viel her. Ich habe hier 30er Garn verwendet, für die nächste Hose werde ich aber Ausschau nach 50er Garn halten, für meine Maschnine ist das doch etwas dick. Am Bund ist sie mir etwas zu weit im Rücken, hier habe ich noch ein Gummi eingenäht. Und ich habe sie nach dem ersten Probebetragen doch noch 2 cm gekürzt, ich trage im Alltag keine High Heels, 5 cm Absatz sind das Maximum. Leider habe ich noch keinen passenden Knopf gefunden, da muss ich mich noch mal auf die Suche machen. Meim persönliches Highlight ist der petrol/türkisfarbene Baumwollstoff, den ich für den Innenbund und die Taschenbeutel verwendet habe. Man sieht ihn zwar nicht, daber ich weiß, daß er da ist :), es ist übrigens ein Rest von meiner Bluse. Die nächste Jeans ist auch schon in Planung, aber diesmal Variante B, die etwas enger geschnitten ist, nur mit dem normal hohen Bund.

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Verlinkt beim MeMadeMittwoch, bei dem es wieder viele tolle handgemachte Kleidung zu sehen gibt!

Shirt mit Punkten

Ich habe es endlich wieder geschafft, ein in der Öffentlichkeit tragbares Teil zu nähen. In den letzten beiden Monaten habe ich mich viel mit Schnittkonstruktion -hauptsächlich von Hosen- beschäftigt. Ich habe viel gelernt und einige Teile genäht, dem gewünschten Ergebnis komme ich immer näher. Hoffe ich zumindest.
Für dem schnellen Erfolg habe ich mir nun dieses Shirt genäht. Der Schnitt ist Martha (Milchmonster), an vielem Stellen ein klein wenig abgewandelt für den besseren Sitz. Bei der Nr. 7 hat man dann so einigermaßen raus, was man alles anpassen muss:

– vorderes Oberteil 1,5 cm neben dem Bruch zuschneiden, sonst passt es nicht ans Unterteil und ist zu eng
– vorderes Oberteil an den Seiten einkräuseln, sonst sind sie zu lang fürs Rückenteil
-Schultern nach innen verlängern, sonst ist die Schulter viel zu schmal bzw. der Ausschnitt seitlich viel zu weit oder der Ärmel würde zu weit auf die Schulter gezogen werden
– hinten ca. 5 cm verlängert, da brauch ich mehr Material
– seitlich die unteren 5 cm im rechten Winkel zum Saum zuschneiden, dann fällt es nicht so bollerig an der Seite
Mit diesen Änderungen komme ich nun gut hin. Das Shirt ist eher schlicht gehalten, aber ich brauche dringend mehr Kleidung für den Alltag. Es werden also noch ein paar Shirts folgen. Dazu trage ich mal wieder meine Jeans, ich habe noch nachträglich am Knie Weite herausgenommen. So fällt sie gerader und ich trage sie deutlich öfter.

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Verlinkt beim MeMadeMittwoch, bei dem es wieder viele tolle handgemachte Kleidung zu sehen gibt! Der Jeansschnitt, den Burkhard heute vorstellt, kommt mir übrigens wie gerufen, ich habe nämlich auch an eine Hose für meinen Mann gebastelt und bin auch hier noch nicht zu einer guten Passform gelangt.

WKSA Teil 4

Heute ist das vierte Treffen zum Weihnachtskleid-sew-along, die Themen heute lauten

– Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen.
– Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht.
– Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen.

Mit der ersten Kombi, Rock und Oberteil (schon vorgestellt in Teil 3 ) bin ich fertig. Nun habe ich noch das Dolores-Kleid aus dem Wollstoff in Jeans-Optik angefangen, die ersten Teile sind schon mal zusammengenäht. Gerne hätte ich auf die Knopfleiste verzichtet und seitlich einen Reißverschluss eingenäht, aber ich brauche was stilltaugliches, der kleine Mann hält immer noch nicht so viel von richtigem Essen. Vielleicht verschließe ich sie mit Druckknöpfen, die ich nur innen befestige, dann fällt sie nicht so auf. Ich habe geplant, nicht nur am Rockteil, sondern auch im Oberteil ein Futter einzunähen, da ich die Befürchtung habe, der Wollstoff könnte etwas kratzen. Hoffentlich klappt das mit dem Futter auch, bis jetzt scheint es zu funktionieren. Der Kragen ist schon mal dran, den habe ich unten mit Schrägband versäubert und von Hand am Futter angenäht, weil der Oberstoff sich immer in Falten gelegt hat. Die Paspeln halten mich etwas auf. Bei den letzten Kleidungsstücken sind sie immer etwas schief gewesen, deswegen habe ich angefangen, sie vorher einzureihen. Ich habe jetzt erst mal die 3/4 langen Ärmel zugeschnitten, ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich sie kürzen soll. Vielleicht werde ich auch erst mal einfache Manschetten dranbasteln.

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